Rumtreiber

Bolivien
Backpacking Guide

Brandheiße Insider-Tipps rund um unsere Route, Ausflüge, Unterkünfte, Kosten und Vieles mehr!

Beim Stichwort „Bolivien“ hatten wir bis zu unserem Besuch eigentlich nur das Bild vom „Salar de Uyuni“ im Kopf. Dabei hat das Land so viel mehr zu bieten und gilt nicht umsonst als „Hidden Gem“ unter den südamerikanischen Reisezielen. Leider hatten wir nur kurz Gelegenheit, Bolivien kennen zu lernen. Aber das, was wir erleben durften, hat uns Lust auf „mehr“ gemacht.
Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Aktivitäten
Geführte Tour durch den Salar de Uyuni, Mountainbiking auf der Yungas-Straße - besser bekannt als „Death Road“, Wildnis pur in den Pampas erleben, den Hexenmarkt in La Paz besuchen
Naturschauspiele
Salzwüste im Salar de Uyuni, Laguna Colorada, Nationalpark Madidi, Las Pampas, Laguna Verde, Isla Incahuasi
Städte, Orte und Landschaften
La Paz, Coroico, Sucre, Rurrenabaque
Und so Vieles mehr!
Fortbewegung
Fortbewegung
Bolivia HOP und TITICACA
Die Busgelsellschaft TITICACA empfiehlt sich für längere Strecken und Nachtfahrten, bei längeren Fahrten wird (zum Teil warmes) Essen & Getränke serviert; bei Bolivia HOP kann man ein Ticket über mehrere Tage erwerben und immer zu- bzw. aussteigen.
Collectivos & Chicken Busses
Günstigste Variante, die von den Locals genutzt wird, für sehr kurze bis mittellange Strecken eine gute Wahl
Taxen
Die Preise sollte man auf jeden Fall VOR dem Einsteigen klären; in La Paz z.B. ist UBER eine gute & oft preiswerte Alternative
Sonstiges
Gebuchte Touren bieten sich manchmal an, um Strecken zu bewältigen; Inlandsflüge sind bei den langen Entfernungen zwischen den Spots und bei Zeitknappheit oft eine gute Wahl, bei kurzfristigen Buchungen können diese aber richtig ins Geld gehen
Essen & Trinken
Essen & Trinken
Die Bolivianische Küche
Ähnlich wie in Peru finden sich die bereits von den Inkas kultivierten Bestandteile wie Quinoa, Mais oder Kartoffeln in den Gerichten wieder. Letztere findet man übrigens in unzählichen Varianten, denn die Kartoffelbandbreite ist riesig! Typisch für Südamerika ist natürlich das allgegenwärtige Hühnchen. Wir können allerdings die riesigen Anden-Avocados empfehlen, die es von der Größe her durchaus mit einer üppigen Papaya aufnehmen können. Die Avocados sind IMMER cremig und essreif ... unbedingt solltet Ihr ein Exemplar an den berühmten Straßenständen erstehen.

Auch in Bolivien erfreut sich der „Mate de Coca“ (Coca-Tee) großer Beliebtheit und auch frischgepresste Säfte sind an jeder Straßenecke käuflich zu erwerben und von uns wärmstens zu empfehlen! Die Bolivianer brauen übrigens sehr leckeres Bier - u.A. auch aus Quinoa. Das typische Chicha (Maisbier) gibt es auch an jeder Straßenecke zu kaufen.
Landestypische Gerichte
Saltena, Huminta, Sillpancho, außerdem viele Gerichte, die wir bereits in Peru kennenlernen durften wie bspw.Papas Huancaina , Menú del Dia (Tagesmenüs, meist bestehend aus Getränk, Vor- und Hauptspeise und oft sogar Dessert), Jugos , Mate de Coca, Chicha
Vegetarische/vegane Optionen
In La Paz gab es wirklich tolle vegane Küche - und auch in Coroico waren wir gesegnet durch unsere liebe Gastgeberin in unserer Unterkunft, da sie ausschließlich vegetarische Gerichte anbot. Auch auf unserer Tour wurde auf unsere Ernährung Rücksicht genommen.
Streetfood gibt es übrigens auch in vegetarisierter Form: Papas Rellenas (gefüllte Taschen aus Kartoffelbrei) sind teilweise auch ohne Fleisch available, Humintas (ähnlich wie Tamales) werden auch süß oder mit Käse angeboten ... am besten einfach mal nachfragen.
Zahlungsmittel
Zahlungsmittel
Bargeld
Bargeld ist in vielen Gegenden das bevorzugte Zahlungsmittel; an Geldautomaten hat es sogar am Rande der Salzwüste nicht gemangelt - allerdings sollte man in etwas abgelegeneren Orten auf „Nummer sicher“ gehen und vorher genügend Cash in der Tasche haben; sehr viele Banken berechnen übrigens keine Abhebegebühr in Bolivien
Kreditkarte
VISA und Mastercard sind die gängigsten Karten, die akzeptiert werden; in kleinen Shops und auch in vielen Hostels ist die Zahlung nur in „cash“ möglich; meist wird bei der Zahlung mit Kreditkarte auch eine Gebühr von
5% fällig
Sicherheit
Sicherheit
Hundert Punkte für Bolivien - zumindest für uns
Bolivien ist touristisch noch lange nicht so stark erschlossen wie bspw. Peru und auch hier gilt wieder: schalte den Kopf und das Bauchgefühl ein und Du hast so gut wie nichts zu befürchten. Bolivien ist ein sehr armes Land und ein Tourist wird an der ein oder anderen Stelle sicher als extrem wohlhabend wahrgenommen. Drum solltet Ihr die Rolex und die Gucci-Tasche besser zuhause lassen.
In den schmalen Gängen des Hexenmarkts von La Paz macht es durchaus Sinn - wie in allen Großstädten - auf seine Habseligkeiten besonders aufpassen, da Taschendiebstähle hier recht häufig vorkommen sollen. Außerdem solltet Ihr im ärmlichen Stadtviertel „El Alto“ auch nicht unbedingt abhängen. Ansonsten ist auch diese Metropole als „sicher“ einzuordnen.
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Frage der Nachhaltigkeit lässt sich für uns aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer nicht so wirklich beantworten. Unsere Erfahrungen würden wir als positiv bewerten, da wir bspw. in Sachen „Ernährung“ in allen 3 Destinationen voll auf unsere Kosten gekommen sind. Auch wurden wir an allen Stellen gut mit Trinkwasser versorgt. Allerdings wird auf den Märkten auch wieder mit Plastiktüten nur so um sich geschmissen - wie leider überall in Südamerika. Für unseren Trip können wir jedoch ein zurückhaltendes „Daumen hoch“-Signal setzen.
Unsere Kosten
Unsere Kosten
GEPLANT
— Pro Person und Reisetag
— Ausgenommen Hin- und Weiterflüge
€35
Pro Tag/Person
GESAMTBUDGET
— 2 Personen
— 8 Tage
€560
Gesamt
Gesamtkosten
— Alle Kosten exkl. Hin- und Weiterflüge
— Ausgaben siehe Detailauflistung
€671
Gesamt
Differenz
— Kalkulierter „Fail“ - die Salzwüstentour war's
-€111
Gesamt
UNSERE AUSGABEN IM DETAIL:
13.7%
Unterkünfte
€92
16.2%
Verpflegung
€109
12.5%
Transport
€84
54%
Ausflüge
€362
3.6%
Sonstiges
€24
Unsere Route
Unsere Route
8 Tage

Aufenthaltsdauer
3 Orte

La Paz, Coroico, Uyuni
5.000 m

Maximale Höhenmeter
1
La Paz
2
Coroico
3
Uyuni

1
La Paz
Der höchstgelegene Verwaltungssitz der Welt auf über 3.600 Höhenmetern beeindruckt durch die unglaubliche Lage in einem tiefen Kessel. In dieser verrückten Stadt kann man sich gut und gerne ein paar Tage aufhalten - jeder Besucher sollte sich aber auch genug Zeit geben, sich der Höhe anzupassen. Da bietet es sich an, mal über den bunten Hexenmarkt zu schlendern oder durch das historische Stadtzentrum zu bummeln.
Unter La Paz konnten wir uns vor der Anreise nicht wirklich viel vorstellen bzw. hatten wir so gar keine Erwartung an diese Stadt. Und das war gut, denn wir wurden durch und durch positiv vom Stadtflair und den Menschen überrascht! Die charakteristische Seilbahn, die sich über die Hügel schlängelt, und das ständige Auf und Ab der Straßen nahmen uns sofort mit auf eine kurze aber wundervolle Reise ins bolivianische „Big City Life“.
Ausflüge
Unterkünfte
Restaurant-, Café- & Bar-Tipps
Insider-Tipps
Anreise
Ausflüge
  • Über den Hexenmarkt schlendern
  • Historisches Stadtzentrum und Museen besuchen
  • Mit der Seilbahn fahren
  • Ausgangsort für eine Tour zur „Death Road“
Unterkünfte
  • LOKI Boutique Hostel (22,20 €/ Doppelzimmer), gute Lage, sehr komfortable Zimmer, das Hostel ist wunderschön im Kolonialstil eingerichtet, im hauseigenen Restaurant gibt es 1x wöchentlich ein All-You-Can-Eat-Barbecue mit vegetarischen Optionen.
    Bisher ist das LOKI Boutique Hostel übrigens eine der schönsten Unterkünfte, die wir auf unserer Reise bewohnen durften!
Restaurant-, Café- & Bar-Tipps
  • Café Vida, liegt in der Nähe des Hexenmarkts, sehr leckere vegane Küche und günstiges „Menu del Dia“
  • LOKI Boutique Hostel, wöchentliches All-You-Can-Eat-Barbeque mit Veggie-Optionen
  • Hier noch einige Restaurantvorschläge, die wir selbst aus Zeitgründen nicht testen konnten:
    • MagicK
    • Namas Te
    • Red Monkey
Insider-Tipps
Falls Ihr nicht sowieso aus einer gewissen Höhenlage anreist, können wir Euch nicht oft genug darauf hinweisen, Euch erst mal an die Höhe zu gewöhnen. Viele unterschätzen die Kräfte, die hier auf Euren Körper einwirken! Lasst es erst mal etwas langsamer angehen und trinkt auf jeden Fall genügend Cocatee ...
Anreise
Wir sind ca. 6 Stunden mit der Busgesellschaft TITICACA von Puno (Peru) nach La Paz gereist. Am Titicaca-See selbst überquerten wir an einem kleinen Posten die Landesgrenze nach Bolivien. Die Einfahrt in die Stadt bot uns einen sensationellen Einblick in den Stadtkessel. Eine Anreise per Flugzeug ist natürlich auch möglich - La Paz ist das Flug-Drehkreuz dieser Region.

2
Coroico
Die kleine Gemeinde am Ende der berühmt-berüchtigten Yungas Straße („Death Road“) liegt zwischen Kaffeeplantagen und bolivianischen Tropen. In Coroico ist nicht wirklich viel los, drum bietet sich der Ort definitiv zum Wandern & Entspannen an - vor allem, wenn man vorher vielleicht die Death Road mit dem Mountain Bike befahren hat. Die Aneise vom in den Anden gelegenen La Paz nach Coroico ist atemberaubend und definitiv schon ein Highlight, bevor man den Ort überhaupt erreicht hat.
Vor unserem großen winterlichen Salzwüstenabenteuer sehnen wir uns noch mal ein bisschen nach Wärme und Entspannung, da wir in Peru ganz schön Gas gegeben haben. Coroico kam uns da mit den warmen Temperaturen und der Nähe zu La Paz (Fahrtzeit ca. 2,5 - 3 Stunden) sehr gelegen.
Ausflüge
Unterkünfte
Restaurant-, Café- & Bar-Tipps
Insider-Tipps
Anreise
Ausflüge
  • Mountainbike Tour auf der „Death Road“
  • Wanderungen rund um Coroico
  • Besuch der Wasserfälle
  • Tour zu den Kaffeeplantagen
  • Oder einfach mal relaxen :-)
Unterkünfte
  • Villa Bonita (22,65 €/Doppelzimmer), schlicht, bunt und liebenswert, wer's ein bisschen alternativ und relaxed mag; die Inhaberfamilie ist superlieb und das selbstgekochte vegetarische Essen ganz hervorragend - das Gemüse wird selbst angebaut; die Hippie-Atmosphäre hat uns direkt verzaubert; die Inhaberin spricht sogar Deutsch, da sie einige Jahre in der Schweiz gelebt hat.
Restaurant-, Café- & Bar-Tipps
  • Hier können wir auf jeden Fall das Essen in unserer Unterkunft „Villa Bonita“ empfehlen - mit Liebe gekocht, alles veggie/vegan und wie schon geschrieben „voll Bio“
  • Im Ortszentrum gibt es wohl noch einige Restaurants, die wir aber nicht getestet haben
Insider-Tipps
Coroico liegt an einem wunderschönen Tal und bietet einen tollen Ausblick für Naturfans. Die Internet-Situation ist mau bis gar nicht vorhanden - drum bietet sich die Ecke zum relaxen oder für Ausflüge an.
Während der Kaffee-Erntesaison wimmelt es hier übrigens nur so von kleinen Mücken, die einen buchstäblich auffressen! Nehmt deshalb auf jeden Fall Mosquito-Spray mit.
Anreise
Mit einem 8-Sitzer fuhren wir in knapp 3 Stunden vom Busbahnhof „Terminal Minasa“ in La Paz nach Coroico. Zu Zweit zahlten wir 7,85 EUR. Die Fahrt bot uns eine sensationelle Aussicht (eine der schönsten Routen auf unserer Reise) und war alleine deshalb schon die Reise wert!

3
Uyuni
Inmitten karger Landschaft und auf über 3.600 Höhenmetern liegt die kleine Stadt Uyuni, die Touristen aus aller Welt als Dreh- und Angelpunkt rund um die Salzwüste dient. Der triste Ort lebt hauptsächlich vom Wüsten-Tourismus und bietet dort vor Ort käuflich alles an, was Besucher für eine solche Tour benötigen.
Der Besuch des Salar de Uyuni war unser primärer Antreiber, um Bolivien zu besuchen. Obwohl das Land, wie wir mittlerweile wissen, so viel mehr zu bieten hat. Mit wärmenden Klamotten, die wir uns kurz zuvor in La Paz besorgten, zog es uns in die Wüste, um die unvergleichliche Landschaft mit eigenen Augen sehen zu können.
Ausflüge
Unterkünfte
Restaurant-, Café- & Bar-Tipps
Insider-Tipps
Anreise
Ausflüge
  • Tour durch den Salar de Uyuni und das gesamte Wüstenareal mit seinen unzähligen Naturwundern (z.B. Laguna Colorada, Isla Incahuasi etc.)
Unterkünfte
  • Die Unterkünfte wurden durch die Agentur „Salty Desert“ im Rahmen der Salzwüstentour organisiert
  • Übernachtet haben wir im bekannten Salzhotel und in einer Unterkunft an den Hot Springs - die Unterkünfte sind absolut „Basic“, also nicht zu viel erwarten!
Restaurant-, Café- & Bar-Tipps
  • In der Wüste gibt‘s nicht all zu viel zu empfehlen :-) wir wurden sehr gut von der Agentur „Salty Desert“ verpflegt - hier wurde auch unsere vegane Ernährung berücksichtigt, drum war das gar kein Problem
Insider-Tipps
Für eine mehrtägige Wüstentour solltet Ihr auf jeden Fall eine gescheite Agentur wählen. Das Angebot ist sehr groß, jedoch schwankt die Qualität der Anbieter sehr stark. Informiert Euch deshalb ausgiebig über die jeweiligen Agenturen, damit Ihr dieses Erlebnis auch genießen könnt. „Salty Desert“ (besonders mit dem Tourguide Liroy - bester Guide, den wir bisher hatten!) können wir Euch daher wirklich wärmstens empfehlen!
Apropos „wärmstens“ - warme Klamotten sind ein MUSS denn es wird kalt in der Nacht und teilweise auch tagsüber. Ferner müsst Ihr Euch selbst mit Trinkwasser und solchen Dingen wie Klopapier eindecken. Eure Agentur wird Euch aber auf alle nötigen Vorbereitungen hinweisen.
Und vergesst auch hier bitte nicht die Höhenakklimatisierung!
Anreise
Mit der Busgesellschaft TITICACA fuhren wir vom zentralen Busbahnhof via Nachtbus in ca. 9 Stunden von La Paz direkt nach Uyuni durch. Unsere Agentur „Salty Desert“ holte uns am Ankunftsort direkt ab.
Es gibt noch 3 weitere Möglichkeiten, den Salar de Uyuni zu bereisen: Von Tupiza, La Paz oder Chile/San Pedro de Atacama aus.
UNSERE BLOGBEITRÄGE ZU BOLIVIEN
Zur Gesamtübersicht gelangt Ihr über diesen Link.
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Tilda