Rumtreiber

Reise zum
Machu Picchu

- Unsere Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen -
Machu Picchu - die sagenumwobene Inka-Stadt wurde erst im Jahr 1911 entdeckt und blieb somit fast 400 Jahre lang verborgen. Heute ist dieses UNESCO Weltkulturerbe die meistbesuchte Attraktion Südamerikas, weshalb wir Dir hier einige Optionen aufzeigen möchten, wie Du diesen einzigartigen Ort besuchen kannst.

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Von wo aus kannst Du den Machu Picchu am besten besuchen?
Machu Picchu wird in der Regel von Cusco aus besichtigt - sei es via Inca-Trail, mit dem Zug oder Bus ... die Andenstadt dient hier stets als Startpunkt.

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Wann ist die beste Reisezeit?
Die Zeit von April bis November wird grob als beste Reisezeit empfohlen. Im März endet die Regenzeit, die dann im Dezember wieder beginnt. Allerdings kann man Machu Picchu auch das ganze Jahr über bereisen. Während der benannten Reisezeit ist die Regenwahrscheinlichkeit recht niedrig und die Sicht meist sehr klar.
Gute Sichtverhältnisse am Machu Picchu

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Wann und wo kannst Du Dir ein Ticket organisieren?

Je nach Jahreszeit können die Tickets für die beliebtesten Zeiten (meist früh morgens) mehrere Tage oder sogar Wochen im Voraus ausverkauft sein. Drum kümmere Dich am besten mit einem gewissen Vorlauf um die Organisation. Die Eintrittskarten selbst kannst Du vor Ort in Cusco bei einer der Agenturen oder auch online kaufen. Wichtig ist, dass Du das ausgedruckte Ticket sowie Deinen Reisepass zur Verifizierung dabei hast! Außerdem kannst Du das Ticket nur für eine bestimmte Eintrittsuhrzeit erwerben - somit bist Du zeitlich gebunden. Die Ticketpreise hängen davon ab, ob Du auch noch einen der umliegenden Gipfel besteigen möchtest, die ebenfalls gebührenpflichtig sind. Ein Standard-Besuchsticket pro Person kostet um die 43,00 EUR.

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Welche Anreisemöglichkeiten gibt es?
So wie viele Wege nach Rom führen, verhält es sich auch mit Machu Picchu - Fakt ist, dass man (bis auf die Inca-Trail-Variante) stets im Dorf Aguas Calientes für eine Nacht verweilt, bevor es zur Inka-Stadt weiter geht. Die uns bekannten Varianten haben wir Dir kurz zusammen gefasst:
Zug
Die beiden Zuggesellschaften „Inca Rail“ und „Peru Rail“ befördern die Besucher meist von Poroy (nahe Cusco) nach Aguas Calientes; aber es werden auch etwas teurere Strecken direkt von San Pedro in Cusco aus angeboten. Alternativ kannst Du aber auch mit dem öffentlichen Bus von Cusco nach Ollantaytambo fahren und dort in den Zug einsteigen - das ist etwas günstiger. Auch ein Stop in Urubamba ist mit dem Zug möglich. Die Tickets kannst Du online in verschiedenen Klassen buchen. Die Fahrt dauert zwischen 2-3 Stunden.
Kleinbus
Den Kleinbus organisierst Du Dir am besten über die Unterkunft oder in einer der vielen Travel Agencies in Cusco. Der Bus holt Dich i.d.R. in Deinem Hostel/Hotel ab und fährt ca. 6 Stunden bis nach Hidroelectrica, einem Wasserwerk, von dem aus Du dann noch ca. 2 Stunden nach Aguas Calientes wandern musst (die Strecke führt entlang der Bahngleise und ist wirklich sehr hübsch und vor allem einfach zu bewältigen).
Tour
Hier steht Dir die ganze Bandbreite sowohl kulturell auch als finanziell zur Verfügung. Du kannst Dich rein auf den Machu Picchu beschränken oder noch das „Heilige Tal“, eine Wanderung oder weitere Aktivitäten im Rahmen einer solchen Tour buchen. Ob Gruppenreise oder private Tour - alles (nur) eine Frage des Budgets und der zur Verfügung stehenden Zeit. Organisatorisch gibt es hier aber i.d.R. nichts zu beachten, da sich die Tourenanbieter von der Abholung über Verpflegung/Ausrüstung oft um alles kümmern. Die zahlreichen Agencies in Cusco aber auch Portale wie „Tripadvisor“ oder „Getyourguide“ bieten Dir eine Auswahl an Touren an.
Inca-Trail
Streng genommen ist der Inca-Trail eigentlich auch nichts anderes als eine organisierte Tour. Die anspruchsvolle 4-Tages-Wanderung verläuft über eine Strecke von 40 km und startet in der Nähe von Ollantaytambo. 40 km klingen erst mal nicht viel aber die schmalen, abgrundnahen Pfade sowie die Höhenlage können einem Wanderer schon mal zu schaffen machen. Die Ausrüstung ist meist im Preis beinhaltet. Allerdings ist diese Variante oft Monate im Voraus ausgebucht drum können wir Dir nur empfehlen, ganz früh schon Deine Teilnahme zu sichern. Der Inca-Trail führt übrigens direkt zum Sonnentor des Machu Picchu, weshalb eine Übernachtung in Aguas Calientes entfällt.
Kleiner Tipp - alternativ zum sehr teuren und oft ausgebuchten Inca-Trail gibt es noch viele alternative Wanderungen, die den bekannten Pfad in Teilen ebenfalls bewandern, jedoch auch noch weitere, von den Inkas geschaffene Wege nutzen. Informiere Dich einfach mal bei den vielzähligen Agenturen oder im Internet, bspw. auf der Seite von www.peru-Info.de.

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Was kostet die Anreise?
Kein Weg führt an Aguas Calientes vorbei (Ausnahme bilden hier die Trails, wie bspw. Der Inca-Trail). Bis zu diesem Etappenziel musst Du mit folgenden Kosten rechnen:
Exklusiv
Zug
Günstig
Kleinbus
Bequem
Tour
Abenteuerlich
Inca-Trail
Bis auf die Inca-Trail-Variante (oder die eines anderen Trails) musst Du noch mit einer Übernachtung in Aguas Calientes rechnen - egal, ob Du den Machu Picchu früh morgens (Übernachtung davor) oder am Nachmittag besichtigen möchtest (Übernachtung danach). Da Du höchstwahrscheinlich nur eine Nacht in Aguas Calientes verbringen wirst, empfehlen wir Dir das „El Tambo Machu Picchu“ für rund 20,00 EUR/Nacht im Doppelzimmer mit eigenem Bad. Die Zimmer sind sehr schlicht aber bezahlbar, was an diesem Etappenziel nicht so ganz einfach zu finden ist.

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Wie kommst Du von Aguas Calientes zu Machu Picchu?
Fast geschafft! Doch die letzte Etappe liegt noch vor Dir - um von Aguas Calientes zum Ziel Deines Besuchs zu gelangen, hast Du 2 Möglichkeiten:
Zu Fuß über den Hiking Trail
Du kannst frühzeitig aufbrechen und den steilen Weg zum Machu Picchu zu Fuß erklimmen. Bedenke nur, dass das Tor zum Aufstieg erst morgens um 5 Uhr geöffnet wird und der Aufstieg für gut Konditionierte ca. 1 Stunde dauert. Wem das zu anstrengend ist, der kann auch den Bus „one way“ nutzen (s. rechts) und nach dem Besuch gemütlich nach Aguas Calientes zurück wandern.

Vorteile: Du bist zeitlich unabhängig und sparst Geld

Nachteile: Solltest Du zu den frühen Besuchern gehören, kann Dir die Zeit sowie die Anstrengung zum Verhängnis werden. Das Tor am Fuße des Weges öffnet erst um 5 Uhr morgens; somit hast Du nur knapp eine Stunde Zeit, um rechtzeitig am Eingang zu sein; der schmale beschwerliche Trail ist voller Wanderer drum wird es eng; außerdem ist es stockdunkel und der Weg ist Steil und unbefestigt - ist also eher was für Sportskanonen oder Spätbesucher.
Mit dem Bus über die Serpentinen
Du kannst einen Shuttle-Bus in Anspruch nehmen, der in ca. 15 Minuten die Serpentinenstrecke zum Eingang hinauf fährt. Das Ticket solltest Du bereits am Vorabend in Aguas Calientes erwerben, denn im Bus selbst ist das nicht möglich. Die einfache Fahrt kostet ca. 12 EUR (Roundtrip entsprechend doppelt). Alternativ kann man den Rückweg auch über den Hiking Trail (s. links) bewältigen.

Vorteile: Du wirst auf jeden Fall pünktlich am Eingang sein und reist bequem an

Nachteile: Das Ticket kostet Geld und solltest Du einen frühen Timeslot gewählt haben, musst Du wirklich früh an der Busstation sein, um zu den ersten Besuchern zu gehören. Der erste Bus für die 6-Uhr-Gruppen startet um 05:25 Uhr in Aguas Calientes. Man kann da gut und gerne schon eine Stunde vorher anstehen, um definitiv den ersten Bus zu erwischen.

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Welches Variante haben wir gewählt und wie waren unsere Erfahrungen?
Unsere Tickets haben wir für den frühesten Timeslot (6 Uhr) online gebucht - unser Hostel-Gastgeber war so nett und hatte uns einerseits die Tickets ausgedruckt und des Weiteren noch zwei Plätze im Shuttle-Bus bis nach Hidroelectrica organisiert. Die Fahrt war sehr abenteuerlich (gerade die letzte Teilstrecke) und das Ticket wirklich günstig. Von Hidroelectrica wanderten wir dann entlang der Gleise nach Aguas Calientes. Dieser Weg war wirklich wunderschön drum können wir jedem diese Variante wärmstens ans Herz legen.

Nach einer kurzen Nacht im Hostel fuhren wir mit dem Bus zum Eingang, da gerade Esther sich den steilen Aufstieg innerhalb von 45 Minuten nicht zutraute (Tickets waren ja um 6 Uhr gültig und wir wollten Machu Picchu noch so „unbesucht“ wie möglich besichtigen). Wie sich herausstellte, war die Einschätzung richtig, da es gerade mal 5-8 Personen vor Eintreffen der Busse um 5:45 Uhr nach oben schafften. Den Rückweg bis nach Aguas Calientes wanderten wir dann den Trail hinab und konnten sogar noch eine schöne Aussicht genießen, die einem natürlich morgens im Dunklen verborgen blieb.

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Und wenn man denn nun das
Ziel erreicht hat ... ? Gibt es noch irgendwelche Tipps?
Oh ja! Ein paar Tipps und Hinweise haben wir noch für Dich, damit Du Machu Picchu in vollen Zügen genießen kannst:
Der frühe Vogel ...
Da haben wir's mal wieder - früh aufstehen lohnt sich. Erstens ist der Ausblick auf die Anlage bei Sonnenaufgang unbezahlbar und zweitens kommen erst so nach und nach die Besucherströme an, weshalb Du in der Früh noch etwas mehr Ruhe an diesem mystischen Ort erfahren wirst und das ist es tatsächlich wert, auch mal mitten in der Nacht aufzustehen.
Besuch des Sonnentors
Direkt nach dem Eingang kannst Du Dich für den Weg durch die Anlage oder zum Sonnentor entscheiden. Gehst Du zum Sonnentor, verpasst Du in der Früh vielleicht den Moment, wenn die Sonne ins Tal scheint - außerdem werden die Plätze immer voller, an denen Du die typischen Machu Picchu-Fotos machen kannst. Entscheidest Du Dich aber für den Weg durch die Anlage, kannst Du nicht mehr zum Sonnentor zurück, womit wir beim nächsten Punkt wären (s. nächster Punkt) ...
Einbahnstraße Machu Picchu
Gehst Du direkt nach dem Eingang rechts die kleine Holztreppe hinauf aufs Plateau, kannst Du nur noch „one way“ weiter durch die Anlage spazieren. Ein Weg zurück zu einem bestimmten Punkt, um bspw. noch ein Foto zu machen, ist oftmals unmöglich.
Das leibliche Wohl
Natürlich gibt es am Machu Picchu keinen Supermarkt drum nimm' Dir einfach eine gefüllte Trinkflasche sowie ein paar Leckereien mit und genieße ein kleines Picknick mit einmaliger Aussicht!
Erfahrt mehr über unseren Ausflug zu Machu Picchu:
MACHU PICCHU
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