Rumtreiber
BLOGEINTRAG #5 - WELTREISETAG 11-13

Palenque

15. - 17.05.2019 - Das verwunschene Dschungelparadies im Bundesstaat Chiapas
Powerschwitzen - Detox á la Palenque
Um 8 Uhr morgens kommen wir in Palenque, im Staate Chiapas, an. Was man dieser Busgesellschaft lassen muss: sie bietet absoluten Top-Komfort an! Die Nacht im Ado-Bus vergeht sehr schnell, die Sitze sind saubequem und eignen sich auf jeden Fall zu einem Nickerchen. Strom und WLAN sind vorhanden, man bekommt sogar eine Flasche Wasser und Kopfhörer für das Entertainment-Programm ausgehändigt, wenn man das möchte. Palenque liegt mitten im Dschungel - deshalb liegt die Luftfeuchtigkeit hier bei gefühlten 2.000 Prozent! Aber wir mögen dieses tropische Klima, drum haut es uns nicht wirklich um. Ins Hostel können wir erst ab 15 Uhr einchecken, drum treiben wir uns noch ein wenig in diesem hübschen Örtchen rum.


Das Hostel „Casa Janaab" liegt mitten im Grünen, nur 10 Min. zu Fuß vom Ortszentrum entfernt. Dieses Hostel ist wirklich sehr zu empfehlen - niemals hätten wir mit einer solch hochwertigen Ausstattung für diesen Preis gerechnet. (wir reden hier von 11,50 EUR pro Kopf/Nacht) ... Die Küche ist top ausgestattet (auch hier können wir wieder Trinkwasser zapfen) und alles blitzt und blinkt. Alle Backpacker, mit denen wir dort gesprochen haben, waren ebenso überrascht wie wir. Die Preise in Palenque erweisen sich als wesentlich günstiger als in Tulum. Logisch, denn die eher strukturschwache Region Chiapas kann nicht mit dem wohlhabenden Yucatan-Gebiet mithalten. Chiapas besticht jedoch durch die unfassbar einzigartige Natur, wovon „Greenies" wie wir natürlich nicht genug bekommen können!
Jugos in Mexiko: 0,33er-Gläser sind tabu - wer Durst hat, dem wird hier geholfen

Im Stadtzentrum angekommen, regt sich sofort der frühmorgendliche Appetit - wir frühstücken ausgiebig auf einer netten Dachterrasse und schlendern ein wenig durch das beschauliche Palenque.

Nach dem Check-In am Nachmittag lassen wir es ruhig angehen .... für 2,40 EUR pro Nase können wir während unseres Aufenthalts den Pool im Nachbarhotel nutzen und die Abkühlung kommt uns bei diesen tropischen Temperaturen gerade recht. Abends schlendern wir noch gemütlich durch die belebten Straßen, kaufen tolle frische Lebensmittel ein und bereiten uns ein tolles Mahl zu. Jetzt aber ab ins Bett denn morgen geht es wieder früh los!
Rumble in the Jungle
Nach der Fahrt im Nachtbus schlafen wir wie die Babies in einem riesigen Doppelbett bis um sechs der Wecker klingelt - frisch machen, Porridge kochen, kurz mit Christian, einem supersympathischen argentinischen Traveller in der Küche schnacken - dann geht's ab mit dem Collectivo zu den Ruinen von Palenque. Diese ehemalige Mayametropole aus dem 7. Jahrhundert nach Chr. gehört zum UNESCO-Welterbe und ist DAS Wahrzeichen der Stadt.

Wir quetschen uns gemeinsam mit der berufstätigen Bevölkerung in den Rush-Hour-Bus und düsen hoch in den Nationalpark, dem direkt die Ruinenstätte folgt.


Eingetreten in das Areal wird man neben der tropischen Hitze von der mächtigen Präsenz der Maya-Bauten schier erschlagen! Wir sind schwer beeindruckt von diesem monumentalen Anblick und versuchen, alle Eindrücke irgendwie auf Bild und Ton festzuhalten, nachdem wir uns ausreichend mit eigenen Augen an diesem Anblick laben konnten.
Nach ausreichender Begehung des Areals führt uns der Rückweg Richtung Museum mitten durch den Dschungel vorbei an alten, mit Baumwurzeln verwachsenen Ruinen .... die Vegetation hüllt die ehemaligen Wohnstätten in ein verzauberndes grünes Gewandt. Wunderschön!
Mit dem Collectivo fahren wir zurück in die Stadt, um uns kurzerhand für einen weiteren Ausflug zu entscheiden. Mit einem organisierten Transfer reisen wir zu den Kaskaden von Roberto Barrios, eine Anordnung mehrerer Wasserfälle, welche sich auf Zwischenebenen in kleinen Pools sammeln, die zum Baden einladen.
Wir springen ins kühle Nass und lernen zwischendurch einige Mexikaner kennen, die dort ihren Firmenausflug zelebrieren. Außerdem treffen wir auf Eli und Moshe, zwei sympathische Jungs aus Israel, die bereits seit einiger Zeit auf Reisen sind. Es ist Liebe auf den ersten Blick! Eli ist uns bereits auf der Hinfahrt ins Auge gesprungen, da er seine 4 Buchstaben auf einem improvisierten „Notsitz" platzieren musste, der eigentlich nur aus einem alten Küchenstuhl bestand. Der Hammer!
Spannende Anekdote am Rande: Auf der Hinfahrt sind wir in eine der berühmt berüchtigten Straßensperren von Chiapas geraten ... hierüber haben wir sehr viel gehört. Einerseits spannen Mädchen Blumenketten und bitten um einen kleinen Wegezoll. Andererseits sollen Nagelbretter zum Stoppen der Fahrzeuge ausgelegt und die Insassen teilweise mit Waffengewalt zur Herausgabe von Geld gezwungen worden sein. In unserem Fall werden wir lediglich von einem vorausfahrenden Auto ausgebremst und zwei alte Herren spannen eine Eisenkette mit der Bitte um eine kleine „Gebührenentrichtung“ ... für uns hat das einen eher weniger bedrohlichen Eindruck hinterlassen, wobei man sagen muss, dass noch vor wenigen Jahren hier mehr Gewalt angewendet wurde - in der Regel möchte das einfache Volk von Chiapas heute jedoch ein Zubrot mit improvisierten Mautstellen verdienen, da es sich von der Regierung im Stich gelassen fühlt. Aus dieser Vernachlässigung des meist indigenen Volks durch die staatliche Führung ist auch die Zapatisten-Bewegung entstanden, zu der wir an unserer nächsten Destination noch mehr erfahren werden.
Eine für Chiapas typische Straßensperre, die sich mit der Herausgabe von wenigen Pesos problemfrei passieren lässt

Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell, wenn man sich an bezaubernden Orten aufhält ... Wie in Palenque. Die Region hat uns sehr beeindruckt durch ihre tiefgrüne Vegetation gepaart mit den Bauwerken einer weit entwickelten Hochkultur. Morgen werden wir dieses Juwel wieder verlassen und begeben uns auf die Reise zum nächsten Highlight ... und auf dem Weg dorthin werden wir noch an einigen spannenden Orten halt machen.
Palenque, we ❤️ you!
Am folgenden Tag starten wir erneut einen Ausflug zu den Wasserfällen Misol-Ha und Agua Azul mit anschließender Fahrt nach San Cristobal de las Casas, einem pittoresken Städtchen im Kolonialstil in Chiapas. Im Transporter treffen wir außerdem noch auf Olli und Simone, zwei Herrschaften, die uns - genau wie Eli und Moshe - in den nächsten Tagen noch begleiten werden. Simone stammt aus Italien, Oli lebt in Kanada, ist jedoch geborener Mauritianer.
Unsere liebgwonnenen Reisebuddies: Moshe, Eli, Simone und Oli
(v. links),
Dina aus Israel hat uns an diesem Tag ebenfalls begleitet
(1. v. rechts)

Wir besichtigen gemeinsam Misol Ha, einen Wasserfall, der allerdings aufgrund der noch bevorstehenden Regenzeit aktuell wenig Wasser führt ... trotzdem ein sehr schöner Anblick.
Im Anschluss geht's weiter nach Agua Azul. Diese Kaskaden sind neben den Ruinen von Palenque ein weiteres Wahrzeichen für die Region Chiapas und das merkt man auch direkt nach der Ankunft. Fliegende Händler überall ... Restaurants, Verkaufsstände ... der Tourismus ist omnipräsent für unseren Geschmack etwas „too much". Allerdings entschädigt der Anblick der türkisblauen, mehrstöckigen Kaskaden ungemein.
Die Wasserfälle schinden mächtig Eindruck und Adi lässt es sich nicht nehmen, seine Drohne kurz auf die Reise zu schicken.

Von Agua Azul starten wir unsere Weiterreise nach San Cristobal de las Casas und Leute: wir ahnen ja nicht, wie abenteuerlich dieser Road Trip noch wird ...
Seht mehr in unserem folgenden Vlog
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