Rumtreiber
BLOGEINTRAG #11 - WELTREISETAG 40 - 43

Salar de Uyuni 1.0

13.- 16 .06.2019 - Im Höhentrainingscamp zum Wüstenabenteuer
La Paz - der „Blocksberg“ Südamerikas
Die Busgesellschaft TITICACA transportiert uns in der Früh innerhalb von
6 Stunden von Puno, Peru, nach La Paz in Bolivien. Die Stadt liegt in einem tiefen Kessel und schon bei der Einfahrt kann man die abgefahrene Hanglage einiger Vororte bewundern.
Bolivianische Bolivianos

Auf dem Weg zu unserer sehr hübschen Bleibe, dem „Loki Boutique Hostel", geht uns schon manchmal die Puste aus denn La Paz liegt auf über 3.500 Höhenmetern und die Straßen wechseln zwischen Berg und Tal ab. Im Hostel angekommen, bewundern wir erst mal die wunderschöne Aufmachung und auch das Zimmer ist genial! Wir zahlen ca. 12 EUR/Person/Nacht mit Gemeinschaftsbad (unser erstes, übrigens) und haben schon Angst, dass dieser Standard uns für die nächsten Hostels im positiven Sinne „versaut".
Zu Fuß entdecken wir ein bisschen die Stadt, besuchen den berühmt berüchtigten Hexenmarkt (heißer Tipp für allerhand Potenzmittel oder fluchunterstützende Utensilien, falls Ihr da was braucht) und gehen in einem süßen kleinen Vegan-Restaurant essen. Den Rest des Abends verbringen wir im Hostel, gönnen uns eine heiße Dusche und arbeiten ein wenig an den Blogs.
Die letzten Tage - eigentlich seit unserer Ankunft in Peru - sind wir ständig in Bewegung. Von Früh bis Spät ... und auch wenn wir neben den Ausflügen sehr viel Zeit in den Bussen verbringen so kommen wir auch dort nicht dazu, mal ein bisschen zu relaxen. Die Kälte ist uns ebenfalls ein bisschen zu tief „unter die Haut" gekrochen. Deshalb entscheiden wir uns, am nächsten Tag in wärmere Gefilde „umzuziehen", um vor unserem großen Trip in die kühle Salzwüste noch ein bisschen Wärme und Energie tanken zu können.
La Paz

Wir schlafen tatsächlich mal bis halb acht aus, kommen entspannt in die Gänge, genießen ein leckeres Frühstück im Hostel und fahren dann mit einem kleinen lokalen „Chickenbus" nach Coroico, welches ca. 3,5 Stunden nördlich von La Paz gelegen ist. Am Busbahnhof „Terminal Minasa“ geht es übrigens zu wie auf dem Hamburger Fischmarkt. Jeder „Anbieter“ grölt sein Fahrtziel in die Menge und sobald der Fahrgast auch nur annähernd in Richtung des Marktschreiers nickt, wird er oder sie auch schon direkt zu den Sprinter-ähnlichen Gefährten eskortiert, um mit Kind, Kegel und Gepäck darin Platz zu nehmen. Auch wenn's in der letzten Reihe des 8-Sitzers (gerade für Adi) ganz schön eng ist, freuen wir uns darüber, dass wir wirklich für einen schmalen Taler die Strecke bewältigen können.
Die Fahrt dort hin entwickelt sich zu eines DER Highlights der letzten Tage denn wir starten bei 3.500 Metern, passieren Gebiete auf über 4.600 Metern, quasi Mondlandschaft, und fahren in Serpentinen durch ein Andenpanorama, welches Seinesgleichen sucht. Zwischendurch werden wir von Straßenverkäuferinnen angehalten, die ihre Lebensmittel als Wegzehrung anbieten. Verhungern muss man auf dem Weg nach Coroico also nicht. Nach und nach wird die Landschaft immer grüner, bis wir wieder unseren geliebten Dschungel rings herum sehen. Die Abgründe an unserer Straße fallen ins Bodenlose - die weltberühmte „Deathroad", an der wir auf dem Weg vorbei kommen, ist für den normalen Verkehr mittlerweile gesperrt und wird nur noch zu touristischen Zwecken genutzt aber unser Weg zum Ziel kann sich auch durchaus sehen lassen, was den Ausblick betrifft ...
Coroico ist ein wirklich sehr kleiner, verschlafener Ort. Wir kommen in der Unterkunft „Villa Bonita" unter - einem Ort, an dem Pipi Langstrumpf ihre wahre Freude gehabt hätte ...! Ein kleines Häuschen mit Garten, mitten im Gründen ... dahinter 3 kleine, wie Baumhäuser anmutende, Hüttchen in bunten Farben und in Hanglage.
Ich bau' mir die Welt wie sie mir gefällt ...
Alle wurden simpel aber zuckersüß und liebenswert (in Eigenregie) errichtet. Die Betreiberin bietet tagsüber mehrere Gerichte an (alle vegetarisch). Yoga- und Meditationsstunden können auf einer kleinen Terrasse mit Blick ins grüne Tal ebenfalls in Anspruch genommen werden. WLAN = Fehlanzeige! Wir können gar nicht anders, als einfach mal „runter zu kommen", bevor wir unseren großen Trip in die Wüste starten.
Seht mehr in unserem folgenden Vlog
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Tilda